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Historisches zum Ort

Börry ist zuerst in einer Urkunde des Kaisers Heinrich II. des Heiligen von 1004 erwähnt. Hier heißt der Ort Villa Barigi. Auch im corveyschen Güterverzeichnis erscheint dieser Name. Ernst von Hake erwarb hier 1301 einen Hof. Auch erscheint hier der Name einer Familie von Borge. Ober- und Unterbörry wurden urkundlich zuerst 1288 unterschieden. Börry war seit 1663 Sitz einer Superintendantur. Am 19.8.1748 brannte fast der gesamte Ort ab. Seit der Zeit wird der Brandtag gefeiert.

Die Königsurkunde

Börry wurde erstmals aktenkundig im Jahre 1004. Damals gehörte unser Dorf zum Erbe der beiden Schwestern Frederuna und Imma (Nichten des Sachsenherzogs Hermann Billung), die ihren Besitz in das 960 gegründete Kloster Kemnade einbrachten. Heinrich II verlieh dem Kloster seinen königlichen Schutz (Kaiser wurde er 1014). In diesem Schutzbrief werden u.a. auch unsere Nachbardörfer Heyen, Tündern und Ohr genannt, die ebenfalls 2004 ihr 1000-jähriges Bestehen feiern werden. Diese Urkunde liegt im nordrhein-westfälischen Staatsarchiv in Münster.

Der Börryer Eimer

Der Börryer Eimer

Von vielen archäologischen Funden rund um Börry ist der "Börryer Eimer" wohl der Bedeutendste. 1835 wurde beim Pflügen zwischen Börry und Latferde dieser als Graburne benutzte Messingeimer vom Hemmoorer Typ entdeckt. Hergestellt wahrscheinlich im 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. in einer römischen Werkstatt bei Aachen hat er vermutlich ursprünglich zum römischen Kücheninventar gehört. Heute ist er im Landesmuseum Hannover ausgestellt.
 
Zum Nachlesen: Die Weser, Ein Fluß in Europa, Bd.1 "Leuchtendes Mittelalter" / Museum Hameln, Hrsg. von Norbert Humburg und Joachom Schween, 2000.